Je nach Zeitalter haben sich als Mittel zur Kommunikation immer andere Dinge bewährt und durchgesetzt. Nicht immer besteht dabei die freie Wahl. Schließlich waren die Menschen immer an die technischen Möglichkeiten gebunden, die es auf dem Markt gab. Manche Mittel zur Verständigung kommen aber trotz ihrer frühen Geburtsstunde nie aus der Mode und überleben technische Neuerungen locker. So etwa das Telefon.
Schon immer ein Renner in der Verständigung
Bis heute ersetzt nichts das persönliche Gespräch zwischen zwei Menschen. Egal ob im Privaten oder bei wichtigen geschäftlichen Verhandlungen, noch immer reisen Privat- und Geschäftsleute unbegrenzt weit, um die wirklich wichtigen Deals persönlich zu besiegeln. Die Politik macht es vor: Niemand käme auf die Idee einen Friedensvertrag per E-Mail zu verschicken, auszudrucken, zu unterschreiben und über die Telefonanlage per Fax wieder zurück zu senden. Das Wichtigste würde fehlen! Der Augenkontakt, der Händedruck, der wirkliche Klang der gesagten Worte und damit die Überprüfung, ob sie auch so gemeint sind. Am nächsten an das tatsächliche persönliche Gespräch heran, kommt wohl am ehesten das Medium Telefon. Immerhin kann man seinen Gesprächspartner hier in Echtzeit hören, bei der modernen Videotelefonie sogar sehen. Feine Sprechnuancen gehen nicht verloren, der Tonfall und die Betonung ist für denjenigen am anderen Ende der Leitung eindeutig hörbar.
Der E-Mail immer noch voraus
Inzwischen hat die moderne Technik ausreichend Konkurrenz für das Telefon hervorgebracht. E-Mail und Instant Messenger konnten sich immer mehr durchsetzen, aber überholt haben sie das Telefon deshalb noch lange nicht. Denn auch hier ist das Problem durch die Indirektheit der Kommunikation gegeben. Man kann seinem Gesprächspartner weder in die Augen sehen, vielleicht gerade mal auf einer verwackelten Web-Cam, und der Tonfall ist auch nur zu erraten. Um dieses Defizit auszugleichen, wurden die sogenannten Emoticons aufgebracht, kleine Smileys aus Satzzeichen, die entweder gute, schlechte oder welche-Laune-auch-immer anzeigen sollen. Doch auch hier ist die De- und Entcodierung nicht immer so einfach, so dass Missverständnisse häufig bleiben. Auch wenn gerade im geschäftlichen Bereich die Kommunikation mit den neuen Medientypen weit verbreitet ist und auch viel genutzt wird, gibt es wohl bisher kein Medium, dass so erfolgreich UND persönlich sein kann wie das persönliche Gespräch am Telefon. Denn letztlich sind die Untertöne und Regungen des Gegenüber bei einem Gespräch ja genau das, was uns die meisten Informationen im Gespräch liefert, nicht die reinen Worte. Übertroffen wird das Telefonat nur noch vom tatsächlichen Gespräch von Angesicht zu Angesicht, bei dem all diese Untertöne aufgeschnappt werden können.
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