Bereits bei seiner Einführung im Jahr 2009 regte sich um den Gesundheitsfonds eine erhebliche Kritik, die auch zwei Jahre nach dessen Etablierung noch nicht verstummt ist. Wer sich heutzutage manches Dokument zum Gesundheitsfonds anschaut, wird ebenfalls berechtigte Zweifel daran hegen, ob dessen Einführung die richtige Entscheidung war, um die gesetzlichen Krankenkassen finanziell fit für die Zukunft zu machen.
Nicht nur der einheitliche Beitragssatz, den alle gesetzliche Krankenkassen mittlerweile ihren Versicherten anbieten müssen, spielt in jedem Dokument zum Gesundheitsfonds eine wesentliche Rolle und ist gerade bei den einzelnen Krankenkassen eher unbeliebt. Auch der Zusatzbeitrag der Krankenkassen ist für viele Versicherte ein Stolperstein, der sich jedoch in Zukunft als noch komplizierter herausstellen dürfte.
Probleme beim Gesundheitsfonds offenkundig
Wer sich die finanzielle Situation der gesetzlichen Krankenkassen heutzutage anschaut, wird schnell merken, dass durch die Einführung des Gesundheitsfonds keinerlei Besserung eingetreten ist. Das Gegenteil ist vielerorts der Fall: In der Gesamtsumme ergibt sich weiterhin ein Milliarden-Defizit bei den Versicherern, so dass immer häufiger angedacht wird, Zusatzbeiträge für den gesundheitlichen Schutz zu erheben. Zu Beginn des Jahres 2010 haben erste Krankenkassen von dieser Option Gebrauch gemacht, um sich so solider für die Zukunft finanzieren zu können, jedoch ist nach Einschätzung von Experten der Zusatzbeitrag der Krankenkassen eher ein Tropfen auf den heißen Stein. Hieran dürfte auch die aktuelle Gesetzesänderung der schwarzgelben Bundesregierung nichts ändern.
Zusatzbeitrag der Krankenkassen ab sofort unbegrenzt
Wer sich als Versicherter bei einer gesetzlichen Krankenkasse davor fürchtet, dass der eigene Versicherer ebenfalls von der Option der Zusatzbeiträge Gebrauch macht, sollte ab dem Jahr 2011 noch genauer auf die Tarife der einzelnen Krankenversicherer schauen. Durch die Gesetzesänderung besteht nun nicht mehr die Begrenzung nach oben von maximal acht Euro bzw. einem Prozent des Bruttoeinkommens. Prinzipiell ist es also möglich, dass der Zusatzbeitrag der Krankenkassen unbegrenzt ansteigen kann, um so dem Milliarde-Defizit vorzubeugen. Ein Problem, dass erst durch die Einführung des Gesundheitsfonds entstanden ist.
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